Grünlandbewirtschaftungskonzept und Monitoring zur Förderung von Wiesenbrütern und des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings in Koooperation mit der Landwirtschaft in der Fuldaaue Bearbeitungszeitraum: 2005 Auftraggeber: Magistrat der Stadt Fulda, Stadtplanungsamt Projektbearbeitung: Dr. G. Bornholdt |
Feuchtgrünland
|
Sumpfschrecke
|
Ameisenbläuling
|
Im Zuge der von der Stadt Fulda durchgeführten Agrarstrukturellen Entwicklungsplanung (AEP) wurde deutlich, dass aus Sicht der Landwirtschaft der Bedarf einer Modifizierung der Bewirtschaftungskonzeption für Grünlandflächen mit rechtlicher Bindung (Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, Maßnahmen nach § 6b HENatG, Ökokonto) in der Fuldaaue besteht. Es wurden für insgesamt 39 Flächen speziell angepasste Bewirtschaftungskonzeptionen entwickelt, bei denen je nach Artenausstattung und potenziellen Entwicklungsmöglichkeiten die Mahd oder Beweidung zu unterschiedlichen Zeitpunkten aber auch die Entwicklung in Richtung Auwald möglich sind.
|
Perspektivisch wurden für Auenbereiche, aus denen sich die Landwirtschaft ggf. zurückzieht, Konzepte zur großflächigen Beweidung entwickelt. Um zu diesem Problem Lösungsvorschläge zu unterbreiten, wurden von der PGNU ausgewählte faunistische Leitarten aus den Gruppen der Wiesenbrüter, Tagfalter (v. a. Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling) und Heuschrecken erfasst, mit denen der aktuelle Zustand beschrieben werden kann und die für ein späteres Monitoring geeignet sind. Darauf aufbauend wurde die Bewirtschaftungskonzeption unter Berücksichtung der naturschutzfachlichen Ziele des Landschaftsplanes und der Vorgaben des in der Fuldaaue gemeldeten FFH-Gebietes überarbeitet. |
|