Stadtquartier West Neu-Isenburg
Freiflächengestaltung Stadtquartier West, Neu-Isenburg
Bearbeitungszeitraum: 2010-2011
Auftraggeber: Stadt Neu-Isenburg
Im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Stadt“ wurde die PGNU damit beauftragt unter Beteiligung der Bewohner die Freianlagen des Stadtteilzentrums und den westlichen Eingangsbereich des Sportparks neuzugestalten.
Die Umsetzbarkeit einer solchen Gestaltung hängt in erheblichem Maße von dem Engagement der Bürgerinnen und Bürger ab. Auf dem 3. Stadtteilfest im Stadtquartier West im Sommer 2010 diskutierten wir deshalb in einer Planungswerkstatt zusammen mit den Anwohnern die geplanten Neugestaltungen. Im Rahmen dieses Beteiligungsverfahrens wurden Verbesserungsvorschläge und Alternativen zu den Entwürfen konkret berücksichtigt und bei einer Bürgerversammlung erneut präsentiert.
Der dem Stadtteilzentrum vorgelagerte Eingangsbereich wird durch einen geschwungenen Weg aus Betonpflaster in sahara-beige mit einer Stahlbandeinfassung neu strukturiert. Zusammen mit dem neuen Durchgang zum Spielplatz „Zauberwald“ umrahmt dies die neue Terrasse aus rotem Betonpflaster für Veranstaltungen jeglicher Art. Ein neues Eingangstor mit einer Stahlwand integriert das schon bestehende Tor und wird von Hainbuchenhecken eingefasst. Der alte Baumbestand bleibt weitestgehend erhalten.
Der neue, großzügig gepflasterte Eingang zum Sportpark nimmt den vorhandenen Fußgängerüberweg mit in die Planung auf und orientiert sich an dem alten Baumbestand. An den Übergängen zu den ertüchtigten, bestehenden Wegeverbindungen aus wassergebundener Wegedecke beginnt ein Mehrgenerationen-Fitness-Parcours aus sieben verschiedenen Stationen, i. e. Dehnen, Zielwerfen, Pedalostrecke, Hängelaufbrücke, Rückenstrecken, Liegestütz und Armzug. Dieser Rundweg ist unter sportpädagogischen und altersspezifischen Gesichtspunkten entwickelt worden.
Eine neue wassergebundene Wegeverbindung durch den bestehenden Wald führt zu einer großen Seil-Kletteranlage für Kinder ab fünf Jahren bestehend aus einem Achteck-Baumnetz, verschiedener Seilnetzflächenkombinationen und einer Holzplattform. In die verschiedenen Elemente sind zwei sehr alte Rotbuchen durch spezielle Baummanschetten mit einbezogen worden. Der gesamte Fallschutzbereich besteht aus Holzhackschnitzel.
Durch den intensiven Kontakt mit den Anwohnern des Stadtquartiers und der engen Abstimmung mit dem Stadtplanungsamt und des Dienstleistungsbetriebs der Stadt Neu-Isenburg ist somit ein ausgewogenes Bauvorhaben zur Zufriedenheit aller beteiligten Akteure entstanden.
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