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Landschaftsplanung

Windparks Hausfirste, Hausfirste II und Würzberg

  • Leistung:
    Erarbeitung natur- und umweltfachlicher Genehmigungsunterlagen (UVP-Berichte, LBPs, natura-2000-Prüfungen, Rodungsanträge)
  • Auftraggeber:
    ENTEGA AG, Darmstadt *
  • Zeitraum:
    2014 - 2015 & 2017 - 2019

Im Rahmen der Genehmigungsverfahren für drei geplante Windparks wurden alle Erhebungen zu Flora, Fauna, Gewässer und Boden von der PGNU durchgeführt. Zusätzlich zum jeweiligen UVP-Bericht und den Landschaftspflegerischen Begleitplänen wurden artenschutzrechtliche Fachbeiträge, Bodengutachten und Natura 2000 Verträglichkeitsprüfungen erarbeitet. Darüber hinaus wurde die Verfahrensbetreuung übernommen und im Windpark Hausfirste dessen Realisierung im Zuge der Umweltbauüberwachung begleitet. Nach jüngst erfolgter Genehmigung werden die Arbeiten zum Bau des Windparks Hausfirste II in Kürze beginnen und werden ebenfalls durch die PGNU im Zuge der Umweltbaubegleitung und -beratung begleitet.

Im Detail wurden folgende Unterlagen erarbeitet:

Windpark Hausfirste im Kaufunger Wald im FFH-Gebiet 4825-302 „Werra und Wehretal“:

  • UVP-Bericht
  • 2x LBP (LBP für 10 WEA-Standorte und separater LBP für 10 km Zuwegung)
  • 1x FFH-Hauptprüfung für FFH-Gebiet 4825-302 „Werra und Wehretal“ sowie 2x FFH-Vorprüfung für FFH-Gebiete 4724-308 „Niestetal und Niestehänge“ und 4623-331 „Bachtäler im Kaufunger Wald“.

Windpark Hausfirste II im Kaufunger Wald, ebenfalls im FFH-Gebiet 4825-302 „Werra- und Wehretal“:

  • UVP-Bericht
  • 3x LBP (LBP für 5 WEA Standorte, separate LBPs für 15 km Zuwegung und für 20 km Kabeltrasse)
  • 2x AFB (AFB für WEA und Zuwegung, separater AFB für Kabeltrasse)
  • 2x FFH-Hauptprüfung für FFH-Gebiete 4825-302 „Werra und Wehretal“ und 4724-308 „Niestetal und Niestehänge“ sowie 1x FFH-Vorprüfung für das FFH-Gebiet 4623-331 „Bachtäler im Kaufunger Wald“
  • 2x Forstanträge auf dauerhafte und temporäre Waldumwandlung
  • 1x Fachbeitrag zum vorsorgenden Bodenschutz.

Windpark Würzberg in Odenwald, im VSG-Gebiet 6420-450 „Südlicher Odenwald“

  • UVP-Bericht
  • 2x LBP (LBP für 5 WEA Standorte, separater LBP für 3 km Zuwegung und 14 km Kabeltrasse)
  • 2x AFB (AFB für WEA und Zuwegung, separater AFB für Kabeltrasse)
  • 1x Natura2000-Hauptprüfung für VSG-Gebiet 6420-450 „Südlicher Odenwald“
  • 1x FFH-Hauptprüfung für FFH-Gebiet 6420-350 „Euterbach und Itterbach mit Nebenbächen“
  • 2x Forstanträge auf dauerhafte und temporäre Waldumwandlung
  • 1x Fachbeitrag zum vorsorgenden Bodenschutz.

Im Rahmen der Umweltverträglichkeitsstudien wurden schutzgutbezogen (Landschaftsbild, Großvögel, Denkmalschutz, Grundwasserschutz, Lärm- und Schattenimmissionen) 3x Untersuchungsräume von jeweils bis zu 31.310 ha bearbeitet.

Im Rahmen der FFH-/natura2000-Verträglichkeitsstudien für die Zuwegung, Kabeltrasse und die WEA-Standorte wurden jeweils die Arbeitsschritte Vorprüfung, Darlegung der Wirkprozesse, Konfliktanalyse und das Maßnahmenkonzept (Maßnahmen zur Vermeidung/Schadensbegrenzung sowie Maßnahmen zur Kohärenzsicherung) bearbeitet. Im Zuge des Ausbaus der Zuwegung und der WEA im Windpark Hausfirste wurde in geringem Umfang in einen Buchenwald-LRT und in Fledermausjagdhabitate eingegriffen. Hierfür wurden entsprechende Waldumwandlungs-, Aufforstungs- und Erweiterungsmaßnahmen (Buchenwald-LRT) konzipiert und z.T. bereits umgesetzt.

Im Rahmen der artenschutzfachlichen Untersuchungen zu den AFBs wurden Fledermäuse (Transsekte, Detektor und Netzfänge mit Telemetrie, Quartiersuche) untersucht, bzw. vorhandene Daten ausgewertet. Die Avifauna (u.a. inkl. Raumnutzungsanalysen Rotmilan & Wespenbussard), die Haselmaus, Amphibien, Reptilien, Schmetterlinge und die Waldstruktur wurden vollständig sowie Wildbienen soweit projektrelevant erfasst.

Im Rahmen der Eingriffsregelung und der Bearbeitung der FFH-Studien wurden innerhalb des festgelegten Untersuchungsraums Biotop- und Nutzungstypen, Lebensraumtypen (gem. Anhang I FFH-RL) sowie gemäß § 30 BNatSchG geschützten Biotope flächig erfasst. Ebenfalls wurden erweiterte Untersuchungen zu Hydrogeologie zur Sicherstellung der Wahrung der Schutzziele der FFH-Gebiete in Kooperation mit Fachgutachtern durchgeführt.
Das Verfahren Windpark Würzberg ging von der ENTEGA AG an die juwi AG über, wurde aber auch für die neue Auftraggeberin weiterhin von der PGNU bearbeitet, aktualisiert und betreut.